Fortbildungen

Das innere Kind braucht ein Zuhause – Neue Wege der Trauma-Verarbeitung

Sind belastende oder schädigende Ereignisse zu massiv, kommt es zur Dissoziation (Abspaltung) mit einer Kaskade von körperlichen und psychosozialen Auswirkungen; der gesamte Mensch in all seinen Lebensbezügen wird erschüttert - wir sprechen von Traumatisierung (Trauma: griechisch: Wunde). Gefühle von Bedrohung, Schmerz, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Schock dominieren. Ängste, Zwänge, Panikstörungen, Depressionen, Essstörungen, Selbstwertprobleme, aggressives und autoaggressives bis suizidales Verhalten, sexuelle Probleme, Perversionen, Traumaspiele, Posttraumatische Belastungsstörungen, Lebensunfähigkeit oder Persönlichkeitsstörungen einschließlich Psychopathie und Soziopathie können die Folgen sein.

Zu den potentiell schwer traumatisierenden Ereignisse zählen: psychische, körperliche und sexuelle Gewalterfahrungen, aggressiv-manipulative/toxische Beziehungen, Mobbing in Kindergarten- Schule und Beruf, Verlusterlebnisse, Unfälle, Krankheiten, schwere Geburten, Behördenwillkür, falsche Gerichtsurteile, Naturkatastrophen, usw.. Je jünger und hilfloser das Opfer, je massiver und langanhaltender das negative Ereignis, je weniger Hilfe, desto höher der Grad der Traumatisierung.
Die Traumatologieforschung liefert heute das Wissen zu den bekannten Phänomenen in der Praxis. Die Traumatherapie stellt die Methoden zur Verarbeitung der Traumata zur Verfügung und gilt als sehr effizient. Das Seminar bietet einen theoretischen Teil (Traumatologieforschung) und einen praktischen Teil (Beziehungsaufnahme zu den „Traumateilen“: „Heimholung“ der dissozierten „Ichs“ (Ego-states), Auflösung der verinnerlichten negativen Stimmen (Täterintrojekte) und Befreiung von „eingefrorenen“ Aggressionen). Fallbeispiele.

Ziele:
Vertieftes Wissen über psychische Traumatisierung und Einführung in die Traumatherapie und deren Methoden der Trauma-Verarbeitung

Zielgruppe:
Psycholog*innen, Pädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Hebammen, Jurist*innen; interessierte Personen, die mit Opfern und Täter*innen arbeiten

Termin: Mo./Di., 31. Mai + 01. Juni 2021, 09 - 18 Uhr (16 UE)
Mo, 31.05.2021, 09:00 Uhr bis Di, 01.06.2021, 18:00 Uhr € 208,00 € 260,00 S2132 16 UE
+ -
Buchen

Veranstaltungsort

Mosaik GmbH, Wiener Straße 148, 8020 Graz
Kurs buchen
Kurs buchen Mitarbeiter € 208,00Normalpreis € 260,00 16 UE

Ärztin für Allgemeinmedizin und psychotherapeutische Medizin; Psychotherapie, Existenzanalyse, Traumatherapie; in eigener Praxis tätig; Lehrgänge in Graz und Innsbruck zur Thematik Gewalt und Mobbing, Prävention und Intervention; Vortrags- und Seminartätigkeit zu den Themen: Angst- und Depressionserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Mobbing, Sexuelle Gewalt und Burnout, Traumatisierung und Traumaverarbeitung; www.christa-lopatka.at