Kinder und Jugendliche mit psychisch belasteten oder mit psychisch kranken Eltern sind in ihrer eigenen psychosozialen Entwicklung in besonderem Maße gefährdet. Sie haben ein erhöhtes Risiko ebenfalls eine psychische Störung auszubilden. Durch eine gute Arbeitsbeziehung können für betroffene Familien situations- und einzelfallbezogene Hilfen konzipiert und angeboten werden. In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick über die besonderen Risiko- und Belastungsfaktoren, die Schutzfaktoren, Ebenen möglicher Interventionen und Unterstützungsansätze. Darüber hinaus erhalten Sie zahlreiche Buchtipps für Kinder und Jugendliche, Tipps und Übungen für die Praxis und können anhand von Fallbeispielen das Thema reflektieren.
Inhalte:
- Aktuelle Zahlen und Fakten aus der Schutz- und Risikoforschung;
- Arten elterlicher psy. Erkrankung und daraus resultierende Problemlagen;
- Einfluss von elterlichen psy. Erkrankungen auf die Bindungsentwicklung;
- kindbezogene Belastungsfaktoren;
- Auswirkungen von Parentifizierung und Rollenumkehr;
- „Teufelskreis“ betroffener Familien;
- Herausforderungen in der Arbeit im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen: Eltern/Kinder/HelferIn/Gesetz/Gesellschaft/Öffentlichkeit/Institution;
- Präventionsansätze und mögliche Ebenen der Intervention;
- Altersadäquate Psychoedukation für Kinder.
Methoden:
- Vortrag theoretischer Grundlagen;
- Fallbeispiele und praktische Impulse;
- Selbstreflexion sowie Erfahrungsaustausch und Diskussion.
Ziele:
- Erwerb von Fachwissen und Erlangen von Sicherheit in der Beratung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern;
- besserer Umgang in Beratungssituationen;
- Erarbeitung Handlungsgrundsätze;
- Tipps für die Praxis.
Zielgruppe:
PädagogInnen, psychosoziale MitarbeiterInnen, PsychologInnen, die ihr Wissen auffrischen möchten und Interessierte.
Termin: Mi., 29. April 2026
09 - 17 Uhr (8 UE)