Menschen mit Behinderung haben wie alle ein Recht und einen Anspruch auf psychotherapeutische Versorgung. Mehrfachbelastungen, Doppeldiagnosen und ein erhöhtes Risiko für Traumatisierungen steigern den Bedarf. Da viele klassische Psychotherapierichtungen aber die Sprache als zentrale Kommunikationsform voraussetzen, fehlt es oft an geeigneten Therapieangeboten.
Musiktherapie nutzt die Musik als niederschwelliges, nonverbales Ausdrucksmittel. Fokussiert wird dabei auf das Wahrnehmen und Ausdrücken eigener Gefühle und Bedürfnisse und das aktuelle Beziehungsgeschehen.
In diesem Workshop steht die gewinnbringende Verbindung psychotherapeutischer und musiktherapeutischer Ansätze und Herangehensweisen im Mittelpunkt. Fallbeispiele und das Kennenlernen musiktherapeutischer Übungen helfen das theoretischen Wissen in die Praxis zu integrieren.
Ziele:
- Einblicke gewinnen in die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Ansätze der Musiktherapie und Psychotherapie und wie diese ineinander greifen;
- Selbsterfahrung mittels einfacher musiktherapeutischer Übungen und Praxisbezug durch Fallbespiele;
- Verständnis erlangen, welche Vorteile Musiktherapie als nonverbale Psychotherapieform in der Betreuung von Menschen mit Behinderung bietet.
Zielgruppe:
Alle, die Menschen mit Behinderungen betreuen und interessiert sind, psycho und musiktherapeutische Arbeitsansätze und Übungen kennenzulernen und auszuprobieren.
Termin: Do., 24. September 2026
09 - 17 Uhr (8 UE)