Frühe Bindungs- und Entwicklungserfahrungen prägen unser Nervensystem tiefgreifend. Wenn diese Erfahrungen durch Vernachlässigung, Stress oder Überforderung gestört sind, entstehen Überlebensstrategien,
die später Beziehungen, Selbstregulation und Lebensfreude beeinträchtigen können.
In diesem Seminar erkunden wir, wie sich frühes Entwicklungstrauma neurobiologisch auf Körper und Psyche auswirkt. Wir beleuchten, wie frühkindliche Prägungen die Entwicklung des autonomen Nervensystems
steuern und welche langfristigen Folgen Dysregulation, Bindungsunsicherheit und Trauma haben können.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie heilsamer Kontakt entsteht: Welche Haltung, welche Präsenz und welches Wissen helfen, Betroffene sicher zu begleiten? Neben fundierten theoretischen Impulsen vermittelt das Seminar praxisnahe Ansätze zur Förderung von Selbstregulation und Ressourcen.
Ziele:
- Verstehen: Die Teilnehmenden erwerben ein fundiertes Wissen über die neurobiologischen Grundlagen und die Auswirkungen früher Entwicklungstraumata auf Nervensystem, Bindung und Selbstregulation.
- Erkennen: Sie lernen, frühe Traumamuster, Stressreaktionen und Schutzstrategien bei Kindern und Erwachsenen differenziert zu erkennen und einzuordnen.
- Begleiten: Die Teilnehmenden entwickeln Ansätze, um Betroffene achtsam, ressourcenorientiert und beziehungsstärkend zu unterstützen.
Zielgruppe:
Fachkräfte aus Beratung, Therapie, Pädagogik, Gesundheitswesen und sozialer Arbeit, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten, sowie alle Interessierten, die die Dynamik früher Entwicklungstraumata besser verstehen und Betroffene professionell begleiten möchten.
Termin: Di., 20. Oktober 2026
09 - 17 Uhr (8 UE)